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02.05.2022

Notaranderkonto

Das sog. „ Notaranderkonto“ - wann macht es Sinn und wann nicht?

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Citak Immobilien

Aktuelles aus Köln

Bei der Veräußerung einer Immobilie bestehen für beide Seiten finanzielle Risiken: Sie als Verkäufer gehen das Wagnis ein, Ihr Hab und Gut abzugeben, bevor die vereinbarte Summe vollständig bezahlt ist. Der Käufer wiederum läuft Gefahr, den Kaufpreis zu entrichten, ohne dass alle Vertragsbedingungen, wie z. B. Reparaturarbeiten, erfüllt sind. Ein Notaranderkonto soll einerseits für die zuverlässige Zahlungsabwicklung und anderseits für die Eigentumssicherung des Käufers sorgen. Doch ist dieses Vorgehen immer empfehlenswert und für Sie zweckmäßig?

Das Procedere

Die Einrichtung solch eines Kontos erfolgt über Ihren Notar, der Käufer zahlt den Kaufpreis dort zu einem beiderseitig vereinbarten Termin ein. So erhalten Sie als Verkäufer die Gewährleistung, dass der Kaufpreis zum Fälligkeitszeitpunkt vollständig abgegolten wird.

Der Notar verwaltet diese Summe treuhänderisch und überträgt sie Ihnen erst dann, wenn Sie alle vorher in einem Treuhandvertrag festgelegten Voraussetzungen erfüllt haben und die behördlichen Dinge erledigt sind. Somit steht der Käufer ebenfalls auf der geschützten Seite.

Die Verwendung eines solchen Kontos bietet sich speziell bei einem komplexeren Verkauf an, der Zug-um-Zug abgewickelt werden muss. Aber: § 54a Absatz 2, Nummer 1 des Beurkundungsgesetzes (BeurkG) sieht die Zahlungsabwicklung über ein Notaranderkonto nur vor, wenn ein „berechtigtes Sicherheitsinteresse“ besteht.

Wann ist das der Fall?

Es genügt nicht, dass Sie und der Käufer ein Notaranderkonto wünschen.

Jedoch liegt ein derartiges Sicherheitsinteresse z. B. vor, wenn

  • der Käufer den Immobilienkaufpreis über mehrere Kreditinstitute finanziert
  • sich eine Immobilie in der Zwangsverwaltung befindet
  • die Übergabe der Immobilie vor Kaufpreiszahlung geplant ist

Die übliche und vom Gesetz bevorzugte Alternative ist und bleibt allerdings die „Direktzahlung“ mit Bankbürgschaft Ihres Käufers. Diese unmittelbare Abwicklung erweist sich – durch die gesetzlichen Vorgaben sowie die Sorgfalt des Notars – häufig nicht nur als sicher und schnell, sondern im Vergleich zum Notaranderkonto auch als deutlich kostengünstiger für Sie.

Aktuelles

Was ist meine Immobilie in Köln aktuell wert?

Kurzantwort: Der Wert Ihrer Kölner Immobilie ergibt sich aus dem Preis, den ein Käufer heute im jeweiligen Stadtteil bezahlt – ermittelt über das Vergleichswert-, Sach- oder Ertragswertverfahren. Entscheidend sind Mikrolage, Baujahr, Zustand, Energieeffizienz und Vermietungssituation. Online-Rechner liefern eine grobe Spanne von oft ±15–25 %; eine belastbare Zahl entsteht erst nach Objektbesichtigung und Auswertung echter Kölner Kaufpreisdaten.

Welche Kaufnebenkosten entstehen beim Immobilienkauf in Köln?

Kurzantwort: In Köln liegen die Kaufnebenkosten typischerweise bei 8 bis 12 Prozent des Kaufpreises . Sie setzen sich zusammen aus 6,5 % Grunderwerbsteuer (Satz für Nordrhein-Westfalen), rund 1,5 % für Notar und Grundbuch sowie einer Maklerprovision, die in Köln üblicherweise 3,57 % inkl. MwSt. je Seite beträgt. Bei einem Kaufpreis von 500.000 € entstehen so etwa 58.000 € Nebenkosten – Geld, das Banken in der Regel als Eigenkapital erwarten.

Immobilienverkauf Köln | CITAK Immobilien

Wann muss ich in Köln Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf zahlen?

Kurzantwort: Spekulationssteuer fällt an, wenn Sie eine Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach Anschaffung wieder verkaufen und der Gewinn nicht steuerfrei gestellt ist (§ 23 EStG). Steuerfrei sind Sie in zwei Fällen: nach Ablauf der Zehnjahresfrist – oder wenn Sie die Immobilie im Verkaufsjahr und in den beiden vorangegangenen Kalenderjahren selbst bewohnt haben. Der Gewinn wird mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Maßgeblich für die Fristberechnung sind die Daten der notariellen Beurkundung, nicht die Übergabe oder die Grundbucheintragung.

Welche Kosten entstehen beim Immobilienverkauf in Köln?

Verkäufer in Köln zahlen typischerweise 1,5 bis 5 Prozent des Verkaufspreises an Kosten. Der größte Posten ist die Maklerprovision (in Köln üblich 3,57 % inkl. MwSt. für die Verkäuferseite bei geteilter Provision), gefolgt von der Löschung der Grundschuld (ca. 0,2–0,4 % der eingetragenen Grundschuld), dem Energieausweis (50–600 €) und Unterlagenbeschaffung. Dazu können Vorfälligkeitsentschädigung und Spekulationssteuer treten – die beiden Posten, die einen Verkauf wirtschaftlich kippen können.

Hausverkauf Köln | CITAK Immobilien

Fällt beim Hausverkauf in Köln eine Vorfälligkeitsentschädigung an?

Nur, wenn Sie ein Darlehen mit gebundenem Sollzinssatz vorzeitig ablösen. Läuft die Zinsbindung aus, ist das Darlehen variabel verzinst, sind seit vollständiger Auszahlung mehr als zehn Jahre vergangen (§ 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB) oder ist das Darlehen bereits getilgt, fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an. Und: Im Zinsumfeld 2025/2026 ist der rechnerische Schaden der Bank bei alten Niedrigzinsdarlehen häufig gering oder null – lassen Sie sich deshalb immer eine schriftliche Berechnung geben, bevor Sie zahlen.

Wie läuft ein Notartermin beim Immobilienkauf in Köln ab?

Der Notartermin selbst dauert meist 45 bis 90 Minuten: Ausweiskontrolle, vollständiges Vorlesen des Kaufvertrags durch den Notar, Klärung von Fragen, Unterschriften. Vorher muss der Vertragsentwurf Verbrauchern zwei Wochen vorliegen (§ 17 Abs. 2a BeurkG). Nach der Beurkundung folgen Auflassungsvormerkung, Fälligkeitsmitteilung, Kaufpreiszahlung, Besitzübergang, Grunderwerbsteuer und – als letzter Schritt – die Eigentumsumschreibung im Grundbuch beim Amtsgericht Köln. Von der Beurkundung bis zur Eigentumsumschreibung vergehen in Köln erfahrungsgemäß mehrere Wochen bis Monate.

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