Auf die Bonner Straße konzentriert sich auch sämtliche Infrastruktur. Während das Innere des Villenviertels ganz dem Wohnen vorbehalten ist, findet man hier auf einem langgezogenen Streifen Geschäfte, Restaurants, Sportstudios, Weinbars und Supermärkte. Die Bonner Straße vermittelt zugleich in den westlichen Teil von Köln-Marienburg, die weitgehend neu entstandene Arnoldshöhe. Hier standen früher eine Kaserne und einige Gewerbebauten, auf deren Gelände gediegenes Wohnen entstanden ist. Die mehrstöckigen Häuser in ruhigem Umfeld gehören immer noch zu den sehr guten (und weitgehend verkehrsfreien) Wohnlagen und sind so modern wie geschmackvoll gestaltet, haben aber nicht mehr den hochherrschaftlichen Charakter der Anwesen im Villengebiet.
Interessant ist, dass sich hier noch ein Industriestandort erhalten hat, der eng mit der Geschichte von Köln-Marienburg verknüpft ist. Es ist dies die Firma Leybold, auf deren Inhaber die Gründung des Villenviertels zurückzuführen ist. Die Fabrik ist als solche kaum noch zu erkennen, weil sie völlig neu konzipiert und komprimiert wurde; die Produktion ist zudem weitgehend emissionsfrei. Vielleicht macht sie genau das zu einem Symbol dafür, dass Beständigkeit und Wandel in Köln Hand in Hand gehen können.
Ergänzt wird das Villenviertel durch einige architektonisch herausragende Kirchen. Unübersehbar ist die trutzig-wilhelminische Reformationskirche mit angrenzendem Park, etwas versteckter liegt die katholische St. Maria Königin mit einer wunderschönen, klassisch-modernen Taufkapelle des Kirchenbaumeisters Dominikus Böhm. Und weil Köln-Marienburg auch von englischen Offiziersfamilien geprägt wurde, steht hier auch die einzige anglikanische Kirche von Köln. Von dort aus ist es nicht mehr weit zum Marienburger Golfclub im Äußeren Grüngürtel. Köln-Marienburg wird von der Stadtbahnlinie 16 bedient und erhält demnächst über die Nord-Süd-Bahn einen weiteren Anschluss an die City. Wichtig ist den Anwohnern, dass über den Verteilerkreis direkter Anschluss an zwei Autobahnen besteht, über die man auch schnell den Flughafen erreicht.
Der exklusive Stadtteil Marienburg profitiert von seiner attraktiven Rheinlage im Osten, wo sich auf der gegenüberliegenden Flussseite der Stadtteil Poll befindet. Nach Süden hin verläuft die A4 als Grenze zum beliebten Rodenkirchen, während im Westen Raderthal angrenzt. Die nördliche Begrenzung bilden die Stadtteile Raderberg und das elegante Bayenthal.