Industrie gibt es hier schon lange nicht mehr, allerdings sind vor allem in Rheinnähe einige große Verwaltungsstandorte präsent: Banken, Versicherungen, Verbände haben hier ihren Hauptsitz, ergänzt um Business Center, die bis heute um architektonisch interessante Solitäre ergänzt werden. Viele Wohn- und Bürohochhäuser sind zudem in parkartiges Grün eingelagert und profitieren von ihrer privilegierten Lage am Rheinufer. Die Wohndichte ist trotzdem die höchste im ganzen Stadtbezirk Rodenkirchen. Besonders begehrt sind neben den rheinnahen Lagen auch solche im gediegenen Dichterviertel und die im Geschäftszentrum, wo ein überraschend hoher Bestand an Altbauten erhalten geblieben ist. Vor allem die älteren Häuser sind urbane Versionen von Eigenheimen für eine einzige Familie.
Nur ganz im Norden sind letzte industrielle Brachen zu besichtigen – aber nicht mehr lange. Denn in Köln-Bayenthal wird nach bereits erfolgtem Abriss der Dom-Brauerei demnächst der Schlussabschnitt der Parkstadt Süd liegen, mit dem der innerstädtische Grüngürtel wieder durchgehend zum Rhein geführt wird. Eingebettet wird dieser Grünstreifen in hochwertige Wohnbebauung, wo auch Einzelhandel und Bürogewerbe ihren Platz haben werden.
Die Verkehrsanbindung von Köln-Bayenthal ist bereits heute gut und wird demnächst noch besser werden. Die Stadtbahnlinie 16 begleitet den Stadtteil den Rhein entlang und soll ihre Entsprechung mit der Nord-Süd-Stadtbahn auf der Bonner Straße erhalten. Bislang ist hier noch eine Buslinie unterwegs. Beide Verkehrsachsen verbinden Köln-Bayenthal direkt mit der Innenstadt, und die Bonner Straße führt schnurgerade zum Verteilerkreis Süd, von wo aus ein Anschluss an den Kölner Autobahnring und die A555 nach Bonn besteht. Angesichts der chronischen Parkplatznot nehmen Köln-Bayenthaler aber auch gerne das Rad, denn von hier aus ist man schnell in der City.
Der attraktive Stadtteil Bayenthal profitiert von seiner Rheinlage im Osten, wo sich auf der gegenüberliegenden Flussseite der Stadtteil Poll befindet. Nach Süden hin schließt sich das noble Marienburg an, während im Westen Raderberg angrenzt. Die nördliche Grenze wird durch die Eisenbahntrasse zur Kölner Südbrücke definiert, jenseits derer sich die lebendige Neustadt-Süd erstreckt.