Der Großteil von Kalk wird von dieser Entwicklung miterfasst und steigt derzeit von einfachen in mittlere Wohnlagen auf. Vor allem in den historischen Bereichen entwickeln die Quartiere zudem eine ausgeprägte Veedelskultur. Kalk verfügt über eine urbane und vielseitig ausgeprägte Struktur, wie sie für zentrumsnahe Lagen typisch ist: relativ hohe, gewachsene Wohndichte mit Mehrfamilienhäusern, gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und ein differenziertes Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Kulturangebot. Dies ist nicht zuletzt am Stadtbild ablesbar. Besonders im südlichen Teil hat sich ein größerer Bestand an repräsentativen Bürgerhäusern aus der Gründerzeit erhalten, die für Neubürger zunehmend attraktiv werden, seit im linksrheinischen Teil von Köln die Preise stark gestiegen sind. Dazu gehört vor allem der Bereich rund um die Trimbornstraße, die sogar ein eigenes Straßenfest zu bieten hat.
Nahebei entstehen auf ehemaligen Industriebrachen zum einen neue Technologiepole mit attraktiven Arbeitsplätzen, zum anderen kulturelle Institutionen und Freizeitangebote wie die Halle Kalk mit ihrem rauen Industriecharme. Die Nähe zu Deutz mit seiner reichen Bildungslandschaft befördert diese Entwicklung und bringt bereits studentisches Leben nach Kalk. Aber auch die eigene Infrastruktur kann sich sehen lassen: hier ist das Bezirksrathaus Kalk mit Zweigstellen der VHS und der Stadtbibliothek untergebracht, im Kalk-Karree befinden sich zentrale Ämter, es gibt ein großes Krankenhaus mit Geburtsstation und ein solides Angebot an weiterführenden Schulen.
Auch die Verkehrsanbindung ist hervorragend: zwei Stadtbahnlinien durchqueren unterirdisch den Stadtteil, ergänzt um einen Haltepunkt der Flughafen-S-Bahn. Kalk hat außerdem direkten Anschluss an den gut ausgebauten Zubringer zum Autobahnring. Weil Kalk noch viele Stadtplanungselemente aus dem vorletzten Jahrhundert erhalten konnte, mangelt es auch nicht an innerstädtischen Parks. Angesichts der infrastrukturellen Vorteile ist daher in den nächsten Jahren immer wahrscheinlicher geworden, was Jahrzehnte lang wie ein hoffnungsvoller Seufzer klang: Kalk kommt.