Dieses Gewerbegebiet gehört sogar offiziell zum Stadtteil Köln-Hahnwald, prägt es aber nicht – das kann man schon am Namen „Gewerbegebiet Rodenkirchen“ ablesen. Waldstreifen trennen Köln-Hahnwald davon ab und nur wenige Straßen führen in das Wohngebiet hinein. Spaziergänger sind hier rar und sie legen bisweilen weite Wege zurück, um einen lohnenden Blickwinkel zu finden, denn viele Grundstücke sind hoch umzäunt oder ummauert. Die meisten Villen, die zu Beginn der Besiedlung entstanden, enttäuschen den Architekturliebhaber, denn sie neigen nicht zur Marienburger Prachtentfaltung. Meist sind sie im Landhausstil errichtet worden, mit breiten Auffahrten und Schleppgauben auf den Schrägdächern.
Gelegentlich bietet sich die Möglichkeit, ein Grundstück zu erwerben. Neue Eigentümer neigen durchaus dazu, die luxuriösen, aber eher biederen Bestandsbauten einfach abzureißen und einen eigenen Wohntraum zu errichten – meist im gleichfalls austauschbaren Geschmack der heutigen Zeit mit Flachdächern und Bauhaus-Anklängen. Mit etwas Geduld entdeckt man aber auch echte Juwelen: spektakuläre Bauten mit kühnen Formen und künstlerischem Anspruch, ungewöhnlich in Szene gesetzt und phantasievoll in die Landschaft eingebettet. Hier wohnen oft Architekten oder Vertreter der kulturellen und künstlerischen Berufe.
Der Anteil an Prominenten ist hier hoch, es wohnen neben Großindustriellen und Bankiers auch eine Menge Medienschaffende und einige Fußballstars im Köln-Hahnwald. Denn er bietet idealen Schutz der Privatsphäre und Ruhe vor neugieriger Nachbarschaft – dafür sorgt unter anderem ein privater Sicherheitsdienst. Trotzdem betonen viele Einwohner ihr reiches Sozialleben, das sich wohl vornehmlich innerhalb ihrer Mauern abspielt. Die enorme Exklusivität wirkt für Besucher eher abweisend, und das ist wohl auch so beabsichtigt.
Der exklusive Stadtteil Hahnwald wird im Norden von Rodenkirchen, im Osten von Sürth, im Süden von Godorf, im Westen von Rondorf und im Nordwesten von Marienburg begrenzt.