Oder liegt es an den wenig inspirierenden Gegenden entlang der B8 und an dem großen Klärwerk, dass man bislang noch häufig an Stammheim vorbeifährt? Zumindest von letzterem sollte man sich nicht schrecken lassen, denn dahinter beginnt die Flittarder Aue, ein sehr schöner und sehr breiter Uferabschnitt, in dem sich viele schöne Stunden verbringen lassen. Auch das parkartige Areal des Fort XII ist ideal für Naherholung und sportliche Aktivitäten – wenn man nicht lieber einen der Wassersportvereine im Ort für Kanu- und Bootsfahrten auf dem Rhein in Anspruch nimmt.
Die Stammheimer Mitte hat sich vom historischen Dorfkern in Richtung der Siedlungserweiterungen an den Stammheimer Ring bewegt und bietet ein kleines Nahversorgungszentrum. Dadurch ist es um den Schlosspark direkt am Rhein fast erhaben ruhig geworden. Ein Besuch lohnt sich nicht nur wegen dem alten Baumbestand, sondern auch für den Besuch von wechselnden Skulpturenausstellungen. Wer sich etwas mehr Zeit nimmt, geht vielleicht auch die interessanten, meist modern gestalteten Kirchen ab. Zwei Grundschulen übernehmen die Schulversorgung, ansonsten gibt es noch ein Berufskolleg.
Mit der Stadtbahn werden sich die Wege nach Mülheim und ins Kölner Stadtzentrum nochmals deutlich vereinfachen. Ins nahe Bayerwerk und die angrenzenden Stadtteile fährt man aber heute schon ganz gut mit Bus und Bahn: Stammheim hat einen eigenen S-Bahn-Haltepunkt (wenn auch ziemlich abgelegen) und sechs Buslinien zur Verfügung. Entlang des Rheins ist auch das Fahrrad eine gute Alternative. Autofahrer klagen oft über die überlastete Bundesstraße 8 – ist sie aber frei, ist man in 10 Minuten auf der Autobahn.