Noch älter sind die Werkssiedlungen von Felten & Guillaume: Backsteinzeilen aus der vorletzten Jahrhundertwende, mit denen die Besiedlung von Höhenhaus ihren Anfang nahm. Damals gab es hier noch Industrie, es wurde hier sogar ein lokal sehr geschätztes Pils gebraut, das den Namen „Höhenhaus“ erhielt. Der Großteil der Wohngebiete entstand allerdings erst in den Fünfziger und Sechziger Jahren. Ruhige Straßen und große Grundstücke tragen dazu bei, dass der Stadtteil durchweg als mittlere, meist sogar als gute Wohnlage gilt. Nur einzelne Straßenzüge jenseits der Berliner Straße werden noch als Einfachlage taxiert.
Familien schätzen Höhenhaus für seine Sauberkeit, Sicherheit, kinderfreundliche Atmosphäre und das gute schulische Angebot. Mit mehreren Kitas, zwei Grundschulen und einer großen Gesamtschule, deren Neubau 1.400 Kinder aufnehmen kann, ist der Bedarf gut abgedeckt. Hinter der Schule liegen in einem Waldstück Sporteinrichtungen. Die Nahversorgung hat einen Schwerpunkt rund um die Kirche St. Johannes Baptist – mit Einzelhandel, Dienstleistungen und Restaurants. Ein weiter im Norden liegendes zweites Stadtteilzentrum beherbergt einen eigenen Wochenmarkt und die Gaststätte „Grinkenschmied“. Hier wird einer lokalen Sage gehuldigt: Der Grinkenschmied war das einzige Heinzelmännchen, das in Köln geblieben war und den örtlichen Händlern ihre Grinken – metallene Bereifungen – herstellte.
Wer glaubt, dass ein ruhiges Familienleben mit Abgeschiedenheit erkauft sein muss, irrt: Höhenhaus ist bemerkenswert gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Der Stadtteil grenzt direkt an den S-Bahn-Haltepunkt Holweide, während die Stadtbahnlinie 4 in Nord-Süd-Richtung verkehrt. Die beiden direkten Wege in die Kölner Innenstadt werden von sechs Buslinien unterstützt, die sämtliche Viertel untereinander und mit der Nachbarschaft verbinden. Autofahrer nutzen die Berliner Straße und den naheliegenden Autobahnanschluss auf die A3, um zu ihren Zielen außerhalb des Stadtteils zu gelangen.