Der größere Teil des Flittarder Wohngebiets wird von der Bayer-Siedlung eingenommen, die etwas versetzt landeinwärts liegt. Mehrfamilienhaus-Zeilenbauten mit Satteldach aus den Fünfzigern umgeben einen zentralen Teil, der mit Ein- und Zweifamilienhäusern bebaut und schön durchgrünt ist. Zwischen diesen beiden Bereichen hat sich wie ein Gelenk ein kleines Geschäftszentrum entwickelt, das beide Welten miteinander verbindet. In der Werkssiedlung liegen die Grundstückswerte eher im niedrigen bis mittleren, im historischen Teil durchaus auch im guten Bereich. Flittard verfügt über zwei Grundschulen und eine Förderschule, vielfältige Sportangebote und ein lebendiges Vereinswesen. Für größere Vorhaben wechselt man entweder nach Mülheim oder ins nahe Leverkusen.
Im alten Teil von Flittard lassen sich noch verschiedene Zeugnisse aus der Geschichte des Ortes besichtigen: die Dorfkirche St. Hubertus hat einen mittelalterlichen Kern, in den Straßen stehen noch Fachwerkhäuser und der Bongartzhof aus dem 18. Jahrhundert. Liebhaber werden sich sicherlich darüber freuen, dass sogar eine alte Telegrafenstation im historischen Original erhalten geblieben ist. Sie bediente in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine überregionale Kommunikationsverbindung bis nach Berlin.
Nachteil der Sackgassenlage ist die Verkehrsanbindung. Vier Buslinien übernehmen auf wechselnden Routen die Anbindung an die S-Bahnhöfe Stammheim und Chempark, die unweit, aber eben nicht fußläufig entfernt liegen. Viele Flittarder sind daher noch auf das Auto angewiesen – allerdings ist hier Besserung in Sicht, denn ein Stadtbahnanschluss ist derzeit im Planungsverfahren. Einige lassen aber zumindest im Sommer gerne ihr Auto stehen, um zu den näheren Zielen zu radeln.