Hier, wo gepflegte Einfamilienhäuser – teils im Bungalowstil – auf recht großen Grundstücken errichtet wurden, ist auch der Immobilienwert am höchsten. Eher einfache bis mittlere Lagen verzeichnet der Dünnwalder Westen, wo die Wege weiter und die Gebäude schlichter ausgeführt sind. Dünnwald ist recht weitläufig – und so günstig die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sind, so anspruchsvoll ist es andererseits, ein Gleichgewicht zwischen zentraler Lage, ruhigem Umfeld und guter Infrastruktur zu finden. Denn die Hauptverkehrsader, die Berliner Straße, wird rege als Durchgangsstraße genutzt und ist von Gewerbegebieten begleitet. Eine Umgehung ist derzeit nicht in Sicht.
Entsprechend führen die Verkehrsverbindungen mitten durch Dünnwald. Die Stadtbahnlinie 4 gewährt direkten Anschluss an die Kölner City und in die andere Richtung nach Schlebusch, hinzu kommen ganze sechs Busverbindungen, die sich an der Leuchterstraße bündeln und sternförmig in die Nachbarschaft abgehen. Ein Auto ist also nicht zwingend nötig, vor allem, weil viele Nahziele auch über Radstrecken durchs Grüne gut erreichbar sind. Wer trotzdem selbst fährt, steht zwar bisweilen im Stau, aber zwei Auffahrten zur A3 sind in gut erreichbarer Nähe und vermitteln direkt auf den Kölner Autobahnring.
Weil Dünnwald vor allem ein Ort zum Wohnen ist, liegen viele Ziele außerhalb des Stadtteils. Trotzdem gibt es hier ein akzeptables Einzelhandelsangebot, Kinderbetreuung, Grundschulversorgung und Kulturangebote. Bekannt ist Dünnwald für sein reges Vereinsleben (inklusive einem sehenswerten Karnevalsmuseum), sein vielfältiges Brauchtum (es gibt sogar wieder das traditionelle Pfingstsingen) und seine funktionierenden Nachbarschaften, die auch in den weniger privilegierten Siedlungen zunehmend belebt werden. Auch ist das alte Ortsbild an vielen Stellen noch erhalten – hübsche kleine Backsteinhäuser verströmen eine charmante Atmosphäre.