Auch das hat Gründe. Naherholung ist hier Mangelware – Buchforst liegt annähernd eiförmig in einem durch unpassierbare Verkehrswege abgeschnürten Karree, das dadurch nur an den äußeren Ecken ein wenig Freifläche bietet. Die Bausubstanz ist zwar gut, aber die Siedlungen waren schon beim Bau auf sozial schwächere Familien ausgerichtet. Der Rückzug der Industrie aus der näheren Umgebung zog auch hier Probleme nach sich. Und infrastrukturell ist Buchheim kein Highlight: vor Ort wird ein Grundangebot an Einzelhandel, Dienstleistung, Schulbildung und Kinderbetreuung geboten.
Dafür ist Buchforst exzellent angebunden. Die S-Bahn-Station wird von zwei Linien angefahren, zusätzlich hält die Stadtbahnlinie 3 im Herzen des Stadtteils – unterstützt von zwei Buslinien. Damit sind in alle Himmelsrichtungen kurze und direkte Wege garantiert. Ins Zentrum ist es übrigens überhaupt nicht weit: in einer Viertelstunde ist man mit dem Rad am Dom oder am Neumarkt. Und Autofahrer haben den Anschluss an die Stadtautobahn B55n direkt vor der Tür. Klein, wie Buchforst ist, liegen die Gesundheits- und Bildungseinrichtungen der Nachbarstadtteile allesamt gut erreichbar.
Und wer in der durchaus angenehmen Nachbarschaft bleibt, dem werden kleine Extras auffallen, die Buchforst auszeichnen: eine hohe Spielplatzdichte, ein legaler Treffpunkt für Graffitikünstler, ein attraktives Kulturprogramm der evangelischen Kirche – und natürlich der Kalkberg. Er ist zwar eher wegen teuer gescheiterter Projekte in den Schlagzeilen, aber wird von der Bevölkerung vor allem als beliebter Aussichtspunkt über die Schienenstränge hinweg geschätzt. Wer hier oben steht, merkt erst, wie zentral Buchforst eigentlich liegt.